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Die Fotografie zeigt im Obergeschoss den Raum des Mitteljochs, in dem vermutlich im 3.Jh. die Biblioteca Alexandrina eingerichtet war. Hinter der seitlichen Bogenfüllung aus Ziegelmauerwerk verdeckt, liegt weiter nach Norden (links) versetzt die Rotunde des Pantheon.

Auf der Höhe dieses Geschosses befindet sich hinter der Wand das obere Kranzgesims der Rotunde. Hier beginnt die Kuppel, die in dem unteren Mauerschlitz von etwa gut zwei Fuß Tiefe in der Größe etwa eines halben Quadratmeters freigelegt ist. Hier entdeckten Gebäudegutachter in dem Betonmantel einen Riss, der aufRingzugspannungen beim Abbindeprozess des Materials zurückzuführen ist. Oberhalb dieses Punktes fällt eine weitere etwa drei Meter lange senkrechte Öffnung im Mauerwerk auf. Dieser zweite Wandschlitz ist ebenfalls etwa zwei Fuß tief, aber an der Rückseite in einer zweifelsfrei nicht ursprünglichen Art nachträglich vermauert. Hier etwa könnte sich ein Mauerdurchstich zur Kuppel befunden haben. Da sich der Wandschlitz sehr genau im Süden der Rotunde befindet, ist diese Position ideal zur Einrichtung einer Peilstation nach Norden zur Vermessung des zirkumpolaren Himmels über das Opaion hinweg. Dass diese Beobachtungsstation mit dem Raum der vermuteten Biblioteca Alexandrina zusammenfällt, bestärkt die Hypothese, zumal die Lehre vom Kosmos von Anbeginn  ein Anliegen jeder bedeutenden Buchsammlung gewesen ist.